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Neue Halle ein Klotz am Bein?


Undenheimer Rat beschließt Etat

Die Zahlen und Fakten des neuen Haushaltsplanes der Ortsgemeinde für 2006 bestimmten die Diskussion im Gemeinderat. Das Zahlenwerk war unumstritten, die Fraktionen fassten sich kurz und stimmten allesamt zu.

Daran konnte auch der Wermutstropfen eines kleinen Defizites in Höhe von voraussichtlich 26151 Euro nichts ändern. Der neue Etat hat ein Gesamtvolumen von rund 4,1 Millionen Euro, wobei auf den Verwaltungshaushalt in Einnahmen mit 2117412 Euro entfallen (Ausgaben 2143563 Euro). Der Vermögensetat ist in Einnahmen und Ausgaben mit jeweils 1956806 Euro ausgeglichen.

Ortsbürgermeister Wilhelm Horn (BfU) stellte in seiner Etatrede fest: "Wir bewegen uns eigentlich nur im Bereich der Pflichtausgaben." Für gestalterische Politik sei praktisch kein Spielraum mehr vorhanden. So seien die freiwilligen Leistungen auf 0,8 Prozent des Haushaltsvolumens geschrumpft. Ohne in den allgemeinen Chor der Umlagenkritiker einzustimmen, sei ganz sachlich festzustellen, dass auch Undenheim rund 80000 Euro mehr an Umlagen für Verbandsgemeinde und Landkreis abzugeben habe. Noch unklar sei die künftige Belastung für die neue Goldbachhalle. Für das laufende Haushaltsjahr habe man zunächst einmal 25000 Euro eingesetzt.

Hans-Karl Schwamb, Fraktionssprecher der BfU, lobte vor allem die gute Zusammenarbeit mit der VG und den anderen Fraktionen in der Ausschussberatung. "Wir haben gemeinsam eine gute Arbeit geleistet", meinte er. Auch Schwamb bedauerte das stetige Herunterfahren der freiwilligen Leistungen.

SPD-Fraktionschef Holger Kröhler hätte sich etwas mehr Vertrauen in die Konjunktur gewünscht. Die Gewerbesteuer hätte man höher ansetzen können, so dass ein Etatausgleich durchaus möglich gewesen wäre, meinte er. Bei den Ausgaben sei festzustellen, dass der Kindergarten das meiste Geld verschlinge, pro Kind würden zwischen 800 und 1000 Euro zugeschossen. "Es kommt auch wieder viel Geld zurück, zum Beispiel vom Landkreis für den Kindergarten", bemerkte Kröhler zur Umlagen-Debatte. Der Vermögensetat sei vor allem durch das Gewerbegebiet und das Baugebiet "Am Spess" geprägt, zwei Projekte, die vor allem auch der SPD am Herzen lägen.

Den Haushalt 2006 bezeichnete Adam Leber (CDU) als ein "stolzes Ergebnis, die Verwaltung ist mit großer Sparsamkeit ins neue Jahr gestartet". Der Christdemokrat, gleichzeitig auch Zweiter Beigeordneter, bedauerte allerdings die Umlagenpraxis: "Ohne würde die Gemeinde sehr viel besser dastehen." Trotz der guten Belegung im ersten Halbjahr nach der Einweihung wagte Leber eine düstere Prognose für das neue Dorfgemeinschaftshaus: "Die Goldbachhalle wird uns noch wie ein Klotz am Bein hängen."

Auf Energieeinsparungen zielte auch ein Antrag der SPD ab, der den Bau von Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden vor sieht. Der wachsende Energiebedarf, gepaart mit steigenden Preisen, mache alternative Energien immer interessanter, meinte Holger Kröhler. Er schlug vor, von der Energieleistungsgesellschaft des Landkreises eine Kostenanalyse erstellen zu lassen und gemeinsam mit den Fachleuten eine Ortsbegehung vorzunehmen. Dem Antrag stimmten alle Fraktionen zu.