Aktuell

„Wo drückt der Schuh?“

Fragen & Anregungen der Teilnehmer

An einem symbolischen Tag, dem 13.Mai, genau einen Monat vor der wichtigen Kommunalwahl am 13.Juni hatten sie geladen, die BfU (Bürger für Undenheim) und ihr Bürgermeisterkandidat Wilhelm Horn. Knapp 40 Teilnehmer waren der Einladung zur offenen Diskussion im St.Albanshof in Undenheim gefolgt und erwarteten gespannt was der Abend ihnen bringen würde. Begrüßt wurden die Teilnehmer durch die stellvertretende Vorsitzende Petra Klippel, in Vertretung für Dirk Röhrs. Sie stellte alle im Saal verteilten Listenmitglieder der Gruppe mit Ihren Aufgaben vor. Nach der Einleitung durch den Bürgermeisterkandidaten Wilhem Horn und der Überleitung an Moderator Joachim Schmidt wurde für die Gäste deutlich, dass sie kein langatmiger Monolog eines Kandidaten, sondern die Demonstration einer Stärke der BfU erwartete. Viele engagierte und kompetente Mitglieder die sich gemeinsam mit all ihren Stärken für und mit ihrem Mannschaftskapitän Wilhelm Horn einbringen.

„Wo drückt der Schuh?.“

So führte Petra Klippel zu einem der wesentlichen Grundzüge der vor 10 Jahren gegründeten BfU über „..konstruktives Zusammenarbeiten der Mitglieder, der Ratsmitglieder, der Vereine, sozialen Einrichtungen und der Bürger. Sachpolitik im Sinne der Bürger Undenheims, das ist unsere Stärke“ führte Petra Klippel weiter aus, bevor sie an Wilhelm Horn weitergab. Der im Ort durch sein mehr als 30-jähriges Engagement in Ehrenämtern (Übungsleiter, dann Vorsitzender des Turnvereins und überörtlich im VDK) bestens mit seiner ruhigen, sachlichen und Ziel gerichteten Art bekannte Wilhelm Horn erklärte seine Vorstellung vom Amt des (Orts-) Bürgermeisters „...das Beste für unsere Gemeinde umzusetzen im Sinne der Bürger, als deren Sprachrohr ich die Kommunalpolitik sehe“. Dabei will er nicht als Einzeltänzer agieren, sondern Wilhelm Horn betont deutlich die Qualität der ihn unterstützenden BfU Mitglieder. „...gemeinsam Ziele ereichen...“, das ist der Weg den er gehen will und kann. Nun übernahm wieder Joachim Schmidt, der kurz den geplanten Ablauf des Abends vorstellte, um dann zügig an Klaus Lange überzuleiten. Dieser nutze ebenfalls eine Computerpräsentation um die Wahlmodalitäten auch an Hand von Beispielen zu verdeutlichen. Nun führte Joachim Schmidt seine Präsentation mit den Zielen der Wählergruppe fort:

Diese Ziele wurden kurz erläutert, bevor der Pressesprecher die Teilnehmer nun gemäß dem Motto des Abends „Wo drückt der Schuh?“ einlud mit ihren Fragen, Anregungen und Ideen mit in die offene Diskussion einzusteigen. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass mehrere Listen- und Vorstandsmitglieder sich auf die Themenbereiche vorbereitet hatten und die Fragen des Publikums an verschiedene BfU Listen-(&Vorstands-)Mitglieder weitergeleitet würden.

1. Sach- statt Parteipolitik

Unsere Entscheidungen werden nicht von Parteizentralen vorgegeben. In der Ortspolitik zählt was dem Bürger dient und nicht was die Parteien wollen!

2. Mehr Bürgernähe

Wir wollen eine zeitgerechte und offene Einbindung von Bürgern und Vereinen in allen Vorhaben der Ortspolitik zB. durch öffentliche Ausschusssitzungen. -> z.B. im Fall Nutzbarkeit des Dorfgemeinschaftshaus

3. Jugendarbeit

Wir geben der Jugend einen angemessenen Raum. Inklusive einer qualifizierten Betreuung. Wir schaffen natürliche Spielflächen. -> auf Nachfrage in Bezug auf Raum und Konzept stellte P.Klippel klar, dass die BfU binnen längstens 18 Monaten, sowohl den Raum, als auch die Betreuung sicherstellt

4. Wettbewerb in der Dorfplanung

Chancen für mehr Wettbewerb in der Dorfplanung durch Ausschreibung der Planungsprojekte.

-> Die Vergabepraxis der Dorfplanung an das immer gleiche Unternehmen ohne Wettbewerb wurde durch zahlreiche Wortmeldungen sehr negativ beleuchtet. Aktuell verwies die Gemeinde einen Antrag der BfU zum neuen geplanten Baugebiet zurück in den Bauausschuss, beschließt aber trotzdem mit der SPD/CDU Mehrheit die Aufträge schon zu vergeben.

5. Verbesserung der Verkehrssituation

Entschärfung der Situation in der unteren Staatsrat-Schwamb-Str. durch alternierendes Parken. Andere Maßnahmen im Ortsbereich sind auch angedacht. -> auch zu diesem Punkt gab es zahlreiche Anregungen. Hier wurden BfU Überlegungen genannt den gesamten Ort, außer der Kreisstraßen in ein Zone 30 Gebiet umzuwandeln. Wilhelm Horn zeigte diverse kurzfristige Möglichkeiten auf.

6. Kostenreduktion durch Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden

7. Umwelt

Einrichtung eines Grünschnitt-Hofes. Gemarkungspflege inkl. der Rad- und Wanderwege

Scheinbar hatte die BfU genau die richtigen Themen in ihre Ziele eingearbeitet. Alle Anregungen, Fragen und Antworten wurden genau notiert. Aus Platzgründen können wir hier leider nicht alles aufführen. Für die BfU sind die Beiträge der Besucher und der Diskussionsverlauf die Arbeitsgrundlage der Zukunft. Auch der Kandidat der SPD der gegen 21:45 Uhr eintraf wurde durch den Moderator freundlich begrüßt. Natürlich wurde auch ihm, wie es die sprichwörtliche Offenheit der Wählergruppe gebietet, das Rederecht zugewiesen. Mehrere Bürger nützten die Gelegenheit dem SPD Mann einige sie störende Veröffentlichungen vorzuhalten. „Sie veröffentlichen in ihrem Blatt die BfU würde nur blockieren. Es ist das Recht jedes Ratsmitgliedes seine Meinung einzubringen und entsprechend abzustimmen. Nur weil jemand nein sagt, ist er kein Blockierer..“.(Zitat eines unabhängigen Besuchers) Wir stellen hierzu sachlich fest, dass gegen die derzeitige SPD/CDU Mehrheit ein blockieren nicht möglich ist. Altbürgermeister Barnim von Braunschweig wies den SPD Kandidaten darauf hin „...die Schule ist keine SPD Schule. Halten Sie sich an die Ordnung in ihrem Vorgehen. Es ist Sache des Schulträgers mit den Gremien Vollversammlung & Schulelternbeirat über die Unterrichts- und Betreuungsform zu beraten...“ Die Diskussion entbrannte an der Beilage im letzten SPD Blatt „Elternaufruf“ zur so genannten Ganztagsschule. Die offizielle Umfrage der Gemeinde im Kindergarten Gemeinde unter den Eltern von ca. 80 Kindern (die laut Landesrecht maßgeblichen zwei Jahrgangsstufen) erbrachte das folgende Ergebnis etwa 18 Befürworter. (Das Rückgabedatum des Fragebogens ist bereits) abgelaufen. Hieraus meldet die SPD 40%,statt ca.20% Zustimmung der Befragten. Wir verweisen darauf, dass die Gemeinde Ihrer Umfrage wegen sachlicher Fehler, eine Richtigstellung der Schulleitung zufügen musste. Der jetzt gestartete „Elternaufruf“ ist so allgemein gehalten, dass er nicht einmal den Informationsgehalt der Gemeindebefragung hat.

Wir danken Allen Teilnehmern dieser kurzweiligen Veranstaltung für ihr Kommen und die regen Diskussionsbeiträge. Die BfU hat somit zwei gut besuchte öffentliche Podiumsdiskussionen Veranstaltungen erfolgreich durchgeführt. Am 29. Mai stehen Ihnen der BfU Bürgermeisterkandidat Wilhelm Horn und Listenmitglieder an einem Informationsstand zur Verfügung (Parkplatz Minimal) zur Verfügung